Sportlich durch das Salzkammergut:

Hochalpine Bergtouren am Dachstein.

Bergtour Dachstein

Auch sehr sportliche Bergsteiger kommen am Dachstein bei einer der zahlreichen hochalpinen Bergtouren auf ihre Kosten. Lange und anstrengende Routen lohnen sich aber auf jeden Fall - am Schluss erwarten Sie die besten Ausblicke auf das Innere Salzkammergut und natürlich die köstlichen Schmankerl der Berghütten! Hier finden Sie ein paar Anregungen:

 

Dachsteinbegehung
Höhenunterschied ca. 1.300 m, vorgeschlagene Wanderroute ca. 12 km inkl. Auf- und Abstieg, Gehzeit ca. 10 Stunden gesamt
Von Obertraun fahren wir mit der Dachstein-Krippensteinbahn bis zur Gjaidalm, wo diese anspruchsvolle Wanderung beginnt. Für diese Tour nehmen wir uns zwei Tage Zeit. Wir steigen bis zum Wiesberghaus (ca. 2,5 Std) auf, wo sich uns eine Übernachtungsmöglichkeit bietet. Am nächsten Tag - bereits früh am Morgen – können wir auf dem Weg zur Simonyhütte den Sonnenaufgang genießen. Der Weg verläuft steil und anspruchsvoll bergan und man benötigt gut 1,5 Stunden. Hier befindet man sich direkt am Fuße des Gletschers auf über 2.200 m. Nach einer Rast nehmen wir den Retourweg (3 bis 4 Stunden) über die Zirbengrube zurück zur Gjaidalm und zur Seilbahnstation. (Achtung letzte Talfahrt beachten!)

Obertrauner Sarsteinhütte (1.650 m)
Höhenunterschied ca. 1.100 m, vorgeschlagene Wanderroute ca. 7 km inkl. Auf- und Abstieg, Gehzeit ca. 6 Stunden gesamt
Der Aufstieg beginnt bei der katholischen Kirche in Obertraun. Beim oberen Friedhof müssen wir rechts abzweigen, ein Waldweg führt uns zum Brettstein (schöner Talblick auf Obertraun). Weiter folgen wir der Markierung Nr. 692 (es gibt aber sowieso nur einen markierten Weg auf den Sarstein!) über den Almriedl zur Brindlleiten, von wo wir bereits einen ersten Blick auf den Hohen Dachstein haben. Nach ca. 2 Stunden Gehzeit erreichen wir die Goiserer Aussicht und in einer weiteren Stunde die Obertrauner Sarsteinhütte, eine Selbstversorgerhütte der Naturfreunde Obertraun. Die Hütte wird an Schönwetter-Wochenenden im Sommer auf Anfrage bewirtschaftet. Weitere Informationen erhalten sie von Obmann Roland Hinterer unter der Telefonnummer +43.680.236 86 73.
Weiterwanderung zum Hohen Sarstein (ca. 1,5 Std.) oder überhaupt eine Sarsteinüberquerung nach Bad Goisern (weitere 2,5 Stunden – Rücktransfer von Goisern einplanen). Die jährliche Bergmesse am Obertrauner Sarstein findet immer am letzten Samstag im August statt! 

Modereck (2.002 m)
Höhenunterschied ca. 250 m, vorgeschlagene Wanderroute ca. 9 km gesamte Strecke, gesamte Gehzeit ca. 3 Stunden 
Für diese Wanderung nehmen wir wieder die Gjaidstation als Ausgangspunkt. Den Großteil der Wanderung gehen wir auf dem Weg Nr. 616 (das ist der Weg zum Guttenberghaus). Es ist ein gut markierter Steig zwischen Felsen und Latschenhainen, doch muß man nach einer Stunde Wegzeit gut aufpassen, denn dann sieht man links neben dem Weg einen kleinen ausgetretenen Steig. Hier zweigen wir ab und schon nach einigen Minuten erreichen wir eine Anhöhe und sehen auf die kleine Hütte. Es ist eine winzige Hütte und wird jetzt noch als Unterstand für die Schafsucher genutzt. Die Modereckhütte ist ein Platz, an dem wir absolut alleine sind in der wunderbaren Dachsteinwelt. Sie liegt auf 2002 m und ist die höchstgelegene Alm im Dachsteinmassiv. Der alte Teil neben der Hütte stammt aus dem 16. Jahrhundert!

„Am Stein“ – Plateau-Überquerung
Höhenunterschied bergwärts ca. 430 m, talwärts 1.050 m, Wanderroute ca. 12 km, gesamte Gehzeit ca. 7 Stunden
Für diese Wanderung nehmen wir wieder die Gjaidstation (1.770 m) als Ausgangspunkt. Wir begeben uns auf den Weg Nr. 616, das ist der Weg zum Guttenberghaus. Es ist ein gut markierter Steig zwischen Felsen und Latschenhainen. Auch wenn der Steig durchs Gelände manchmal bergab und manchmal bergauf geht, gewinnen wir doch langsam an Höhe und das Gelände wird immer kahler und felsiger. Nach ca. 4 Stunden kommen wir am höchsten Punkt unserer Wanderung an der Feistererscharte in 2.198 m Seehöhe an, und steigen den schmalen Felsenpfad noch eine halbe Stunde auf 2.146 m hinunter zum Guttenberghaus. Dort angelangt haben wir uns eine Rast verdient. Somit haben wir das Dachsteinplateau von Norden nach Süden überquert und machen uns an den Abstieg. Das Gelände ist teils felsig, teils eine Geröllhalde. In steilen Serpentinen geht es durchs Feistererkar und durchs Tiefkar bergab. Nach einer Stunde sind wir schon auf ca. 1.500 m und erreichen nach einer weiteren halben Stunde die Lärchbodenhütte auf 1.406 m. Da wir jetzt schon etwas müde sind, brauchen wir noch eine Stunde talwärts bis wir bei der Pension Feisterer auf ca. 1.150 m ankommen. Von dort lassen wir uns mit dem Taxi zum Bahnhof Schladming bringen und begeben uns müde aber glücklich per Zug auf die Heimreise.