Gütesiegel Unesco Weltkulturerbe:

Ausgezeichnete historische Kulturlandschaft Hallstatt - Dachstein - Salzkammergut.

UNESCO Weltkulturerbe

Inmitten des Salzkammerguts, im Herzen Österreichs, befindet sich die bezaubernde Welterberegion Dachstein Salzkammergut. Der einzigartige Zusammenklang einer alten Kultur- und Siedlungstradition mit atemberaubender Natur wurde durch die UNESCO mit dem Titel „historische Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut“ ausgezeichnet und zum Weltnaturerbe UND zum Weltkulturerbe erklärt.

Dachstein Salzkammergut – ein Juwel der Menschheit
Die Alpen im Kleinformat erleben und in 4500 Jahre Kulturgeschichte eintauchen – am und um den Dachstein ist das kein Problem. Die Region wurde schließlich nicht umsonst von der UNESCO zum Weltnatur- und Weltkulturerbe ernannt. Denn wo sonst kann man in Österreich einzigartige Naturlandschaften und Jahrtausende alte Zivilisation auf so engem Raum erleben.

Gerade einmal 20 Gebiete haben es weltweit geschafft, gleichzeitig zum UNESCO Weltnatur- und Weltkulturerbe  ernannt zu werden. Eine der Regionen, der diese hohe Auszeichnung zukommt ist die historische Kulturlandschaft rund um den Dachstein. Hier im Inneren Salzkammergut spiegelt sich zum einen die vielfältige Landschaft der Alpen auf engstem Raum wider, zum anderen reicht die kulturelle Bedeutung von Hallstatt und seiner Salinenwirtschaft bis weit in die Vorgeschichte zurück. Bereits in der Bronzezeit wurde im Hallstätter Hochtal das „weiße Gold“ abgebaut und reger Handel getrieben. Kostbare Funde im so genannten „Gräberfeld“ bestätigen dies und veranlassten Forscher, die gesamte Kultur jener Zeit „Hallstattkultur“ zu nennen.

Später war das Salz ein wichtiges Handelsgut für die Habsburger Monarchie – was zu einer Sonderstellung des Salzkammergutes innerhalb des Reiches führte. Mit dieser langen Traditionen im Salzbergbau und im Handel geht auch ein reiches architektonisches und kulturelles Erbe einher – das schließlich zur Ernennung zum Weltkulturerbe führte.

Doch nicht nur die vom Menschen geprägte Landschaft der Dachstein-Region ist einzigartig. Auch geologisch nimmt der Dachstein eine Sonderstellung ein. Seine  Karstformationen – allen voran die Höhlenlandschaften – sowie die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt machten ihn zum Forschungsobjekt für Naturwissenschaftler aber auch zur Inspirationsquelle für Künstler. Hier im „Kammergut“ entwickelten Franz Steinfeld und Ferdinand Georg Waldmüller die neue Landschaftsmalerei des Biedermeier, Adalbert Stifter wurde hier zum Landschaftsliteraten von Weltbedeutung und der legendäre Forscher Friedrich Simony legte im Inneren Salzkammergut den Grundstein für seine  Hochgebirgs- und Eiszeitforschung und wird heute in einem Atemzug mit dem Dachstein genannt.

Und selbst für die technische Entwicklung der Monarchie war das Salzkammergut ein wichtiger Schrittmacher. Denn schließlich war es dem Salztransport zu verdanken, dass die erste Überlandbahn Europas – die Pferdeeisenbahn – die Verwaltungsstadt des Kammergutes - Gmunden - mit Budweis verband.

All diese natürlichen und kulturellen Besonderheiten der Region führten 1997 dazu, dass die Region Hallstatt – Dachstein/Salzkammergut in die exklusive Liste der Welterbestätten aufgenommen wurde. Das Komitee begründete seine Entscheidung mit den Worten: "Bei der alpinen Region Hallstatt - Dachstein / Salzkammergut handelt es sich um ein außergewöhnliches Beispiel einer Naturlandschaft von einzigartiger Schönheit und besonderer wissenschaftlicher Bedeutung, die auch Zeugnis von der frühen und kontinuierlichen menschlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Tätigkeit ablegt.“ Diese Kulturlandschaft verbindet Natur und Kultur in harmonischer und sich gegenseitig ergänzender Art und Weise."